Auf den Spuren Martin Luthers PDF Drucken E-Mail


 

Auf den Spuren Martin Luthers


Anlässlich von 499 Jahre Reformation unternahmen wir (viele aus unseren Pfarrgemeinden) Ende Oktober eine ökumenische Bildungsreise nach Deutschland, um die Wirkungsstätten von Martin Luther kennenzulernen. Unter der bewährten Reiseleitung von Elfriede und Toni Angerer starteten wir in Kufstein eine lange Bahnfahrt. Unser erstes Ziel war Erfurt, die Landeshauptstadt von Thüringen. Dort studierte M. Luther ab 1501 und trat 1505 in das Augustinerkloster ein. Somit liegen dort wichtige Wurzeln seiner Theologie und Reformation. Natürlich erkundeten wir diese schöne Stadt auch mit einer Reiseführerin. Die bekanntesten Wahrzeichen Erfurts sind das Ensemble des Domes St. Marien und die Severikirche, sowie die Krämerbrücke. Der zweite Tag führte uns nach Eisenach. Im „Lutherhaus“ erfuhren wir viel Wissenswertes über ihn. Hoch oben auf dem Berg thront das bekannteste Wahrzeichen der Stadt, die historische Wartburg, wo wir eine interessante Führung hatten. Martin Luthers Beziehung zu Eisenach begann mit seiner 1497 einsetzenden Schulzeit und hielt ein Leben lang. Ab dem 4. Mai 1521 lebte er für rund 300 Tage auf der Wartburg, wo er das Neue Testament in die deutsche Sprache übersetzte. Eisenach ist  auch die Geburtsstadt des weltberühmten Komponisten Johann Sebastian Bach. Das nächste Reiseziel war Eisleben, die Geburts- und Sterbestadt von M. Luther. Wir besichtigten das Geburtshaus, die Taufkirche St. Petri-Pauli und andere bedeutende Stätten, die mit dem Leben Martin Luthers eng verbunden sind. Am vierten Tag besuchten wir die Lutherstadt Wittenberg mit der Schlosskirche, an der Luther seine 95 Thesen anschlug und die Stadtkirche St. Marien, in der er 30 Jahre lang predigte. Der Abschluss unserer Bildungsreise bildete eine Sightseeing-Tour durch Leipzig. In dieser wunderbaren Stadt reihen sich die Sehenswürdigkeiten aneinander: das Alte und Neue Rathaus, die Alte Handelsbörse, das Gewandhaus und die Oper. Auch die Nikolai- und die Thomaskirche sind Zeugnisse der Stadtgeschichte. Am Nachmittag traten wir die Heimfahrt mit ganz besonders schönen und lehrreichen Eindrücken an. Ich schließe meinen Bericht mit einem Ausspruch Luthers: „ Denn es ist besser, mit eigenen Augen zu sehen als mit fremden.“

Angelika Schellhorn